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Startseite » Altes und Neues » Historisches » Seltsames Tonsignal nahe 87,5 MHz in den 50er/ 60er Jahren Jahren (Was war das für ein seltsames Tonsignal nahe 87,5 MHz in den 50er Jahren in vielen Gebieten der alten Bundesländer?)
Seltsames Tonsignal nahe 87,5 MHz in den 50er/ 60er Jahren Jahren [Beitrag #12152] Di, 09 Januar 2018 19:02 Zum nächsten Beitrag gehen
Schneider ist gerade offline  Schneider
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Hallo Liebe Radioanhänger,

mich erreichte die Frage nach dem Sinn und dem Hintergrund eines seltsamen Tonsignales mit langsam und selten wechselnden Tonfrequenzen in der nähe von 87,5 MHz in vielen Gebieten der alten Bundesländer. Das Signal soll angeblich in den 50er und 60er Jahren am Bandanfang des BII weit verbreitet gewesen sein.

Wer weiß etwas?

MfG. Ulf Schneider
Aw: Seltsames Tonsignal nahe 87,5 MHz in den 50er/ 60er Jahren Jahren [Beitrag #12154 ist eine Antwort auf Beitrag #12152] Di, 09 Januar 2018 23:15 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Anode ist gerade offline  Anode
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Hallo!

Das war das Eurosignal, quasi ein Vorgänger der Pagerdienste und war aktiv von 1974 bis 1998. Unter Wikipedia/Eurosignal ist das ganz gut erklärt.

Viele Grüße

Dirk


Dirk Becker / Anode
Aw: Seltsames Tonsignal nahe 87,5 MHz in den 50er/ 60er Jahren Jahren [Beitrag #12201 ist eine Antwort auf Beitrag #12154] Mo, 22 Januar 2018 08:19 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Schneider ist gerade offline  Schneider
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Danke für die Info!


Aw: Seltsames Tonsignal nahe 87,5 MHz in den 50er/ 60er Jahren Jahren [Beitrag #12205 ist eine Antwort auf Beitrag #12201] Mo, 22 Januar 2018 20:02 Zum vorherigen Beitrag gehen
röhrenradiofreak ist gerade offline  röhrenradiofreak
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Aus heutiger Sicht war der Funkrufdienst Eurosignal nicht gerade komfortabel. Es wurde an den Teilnehmer nur die Information übertragen, dass jemand etwas von ihm will, und er musste sich dann ein Telefon suchen, um im Büro bzw. zu Hause anzurufen. Wenn er gerade mit dem Zug unterwegs war, konnte das dauern. Der Anrufer bekam auch keine Information, ob der Teilnehmer erreicht wurde oder nicht, weil er sich gerade in einem Funkloch aufhielt oder der Akku seines Empfängers leer war.

Wer einen Eurosignal-Teilnehmer anrufen wollte, musste wissen, ob sich der Teilnehmer im Norden, in der Mitte oder im Süden Deutschlands aufhält, und dann die Vorwahl der entsprechenden Funkrufzentrale (es gab drei in Deutschland) wählen. Damit nicht genug: Der Teilnehmer musste an seinem Empfänger manuell den Kanal umschalten, wenn er in das Gebiet einer anderen Funkrufzentrale reiste. Für einen Kundendiensttechniker beispielsweise, der nur in einem begrenzten Gebiet unterwegs war, spielte das allerdings keine Rolle.

Dass Eurosignal trotzdem bis zu 200.000 Teilnehmer hatte, hatte im Wesentlichen zwei Gründe:

Es war lange Zeit das einzige öffentliche Funknetz, dessen tragbare Geräte so klein waren, dass man sie in der Tasche mitführen konnte. Im Vergleich zu heutigen Handys waren sie zwar immer noch groß, aber die damaligen Mobiltelefone waren um ein Vielfaches größer und schwerer, so dass sie nicht als tragbare Geräte, sondern nur zum Einbau in Fahrzeuge geeignet waren.

Ein Autotelefon war für einen Normalverdiener viel zu teuer: Das Gerät kostete in den 1980er Jahren gut 10.000 DM, die Grundgebühr 270 DM pro Monat, und die Gesprächsgebühren waren auch nicht ohne.

Lutz
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