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Eigenbau? [Beitrag #13549] So, 17 Februar 2019 18:40 Zum nächsten Beitrag gehen
Bernd_S ist gerade offline  Bernd_S
Beiträge: 44
Registriert: Januar 2014
Ort: Schwangau
Hallo,
ich habe hier aus einem alten Bauernhaus ein Nachkriegsradio, - zumindest der Röhren nach -
Bunt gemischt, auch mit US Röhren. Die genaue Bestückung kann ich noch nicht sagen, da die Madenschrauben
an den Knöpfen festgerostet sind und ich somit an die
"Innereien" noch nicht richtig rankomme.
Soweit ich sehen kann: Stahlröhre 6K8 (US); Glas: 6 SH7 (US); Tung-SOL ohne weitere Bezeichnung (US) und Valvo EL6
Auf dem Lautsprecher hab ich dann einen Aufkleber entdeckt: Thomson Studio, München 13 Georgenstr. 144 und die Tahl 1958

Hat jemand eine Idee?

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[Aktualisiert am: So, 17 Februar 2019 18:46]

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Aw: Eigenbau? [Beitrag #13550 ist eine Antwort auf Beitrag #13549] So, 17 Februar 2019 20:26 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
röhrenradiofreak ist gerade offline  röhrenradiofreak
Beiträge: 368
Registriert: Februar 2013
Ort: östliches Niedersachsen
Dass die Buchsen eingenietet und nicht geschraubt sind, spricht dafür, dass das kein Erzeugnis eines Bastlers ist.

Die Sendernamen auf der Skala deuten darauf hin, dass sie vor Kriegsende gefertigt wurde.

Von Emud gab es 1939 Geräte mit so aussehender Skala:
https://www.radiomuseum.org/r/emud_rekord_89wk.html
https://www.radiomuseum.org/r/emud_rekord_89wke.html

Das schließt aber nicht aus, dass dieses Gerät in den Nachkriegsjahren von einem der vielen Kleinhersteller unter Verwendung von Restbeständen zusammengebaut wurde.

Lutz
Aw: Eigenbau? [Beitrag #13551 ist eine Antwort auf Beitrag #13550] So, 17 Februar 2019 20:39 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bernd_S ist gerade offline  Bernd_S
Beiträge: 44
Registriert: Januar 2014
Ort: Schwangau
Es sieht schon sehr nach Zusammengebastelt aus. Ich vermute aber, daß der Kleinhersteller Thomson Studio, München war,
und die 1985 sie Seriennummer.Die Skala ist definitiv vom Emud Rekord 89wk. Sie ist ber nicht direkt auf das Glas gedruckt,
sondern auf so einer Art Röntgenfilm hinter das Glas. Von dem blättert die Farbe ab, weshalb ich mit überlege, ob und wie
das Ganze fixiert werden kann.

[Aktualisiert am: So, 17 Februar 2019 20:44]

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Aw: Eigenbau? [Beitrag #14786 ist eine Antwort auf Beitrag #13551] Sa, 06 Juni 2020 23:34 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Getter
Beiträge: 1804
Registriert: Juli 2012
Ort: In Hör-Reichweite der au...
Lustig ist hier die EL6 - das ist eine EL12 auf Topfsockel, also eine 18W- Endröhre für 72mA Anodenstrom mit ca. 9W Ausgangsleistung.
Das schafft der kleine Netztrafo nicht, der Selengleichrichter wäre bald geschmolzen und dem kleinen Lautsprecher täte das auch gar nicht gut.
Ich wage mal die These, dass da allenfalls eine EL3, eher noch eine EL8 hinein gehört.
Trotzdem könnte es einigermaßen gut gehen, aber nur dann, wenn die EL6 völlig verbraucht ist und damit nur noch 20... höchstens 30mA Anodenstrom zustande kommen oder wenn ein für die EL6 viel zu großer Widerstandswert als Kathodenwiderstand eingebaut ist.
Grüße aus HH !
Aw: Eigenbau? [Beitrag #14789 ist eine Antwort auf Beitrag #14786] So, 07 Juni 2020 09:33 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bernd_S ist gerade offline  Bernd_S
Beiträge: 44
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Ort: Schwangau
Ja, das könnte stimmen!
Der Selengleichrichter ist sehr belastet, weshalb ich - wenn ich es benutze -
nur über den Regeltrenntafo mit 180 - 200 V benutze.
Auch nie länger als max 30 Min.

Es ist halt so hier, original, wie ich es bekommen habe.
Anfängerfrage: Kann es sein, daß ursprünglich eine EL8 oder EL3 drin war?

Grüße
Bernd

PS: Hier noch aktuelle Bilder und eine Schaltplanskizze
/Forum/index.php?t=getfile&id=8725&private=0
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[Aktualisiert am: So, 07 Juni 2020 09:58]

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Aw: Eigenbau? [Beitrag #14797 ist eine Antwort auf Beitrag #14789] So, 07 Juni 2020 23:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Anode ist gerade offline  Anode
Beiträge: 1091
Registriert: Juni 2012
Ort: Riemerling

Da in den Geräten damals das genutzt wurde, was gerade da war, ist eine EL6 durchaus vorstellbar. Der Staub auf der Röhre zeigt, dass sie jedenfalls schon einmal eine Weile im Gerät steckt. Der Trafo muss eigentlich nur den Heizstrom packen, der Anodenstrom ergibt sich aus dem gewählten Arbeitspunkt (sieht nach der Schaltung aber tatsächlich nach dem Standard aus). Das ist jetzt aber auch nur eine Hypothese. Ich würde den Strom in die Anode einmal messen und schauen, wie warm Selengleichrichter und Trafo werden. Trafo und Lautsprecher erscheinen mit im Vergleich zur Skala gar nicht mal so klein.
Ich bin mir auch nicht sicher, welchen Strom der Selengleichrichter liefern kann, das könnte tatsächlich kritisch sein.
In dem aufgenommenen Schaltplan stimmt aber noch nicht alles, das sollte so ähnlich sein wie auf Seite 131 in EL6. Also der Ausgangstransformator muss zwischen Netzteil und Anode der Endröhre hängen.
Was noch gegen die EL8 spricht, ist dass diese erst 1949 herausgekommen ist. Da war die Zeit der Kleinserien schon wieder vorbei. Als es die EL8 gab, konnte man auch alle anderen Röhren wieder kaufen. Ansonten könnte die EL3 aber auch noch ins Gerät passen.


Dirk Becker / Anode
Aw: Eigenbau? [Beitrag #14799 ist eine Antwort auf Beitrag #14797] Mo, 08 Juni 2020 00:02 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
ocean-boy 204 ist gerade offline  ocean-boy 204
Beiträge: 404
Registriert: August 2012
Hallo,

möglicherweise ist der Selen Gleichrichter hochohmig geworden und erwärmt sich deswegen so stark. Wie hoch ist denn die Anodenspannung?

M.f.G,
Aw: Eigenbau? [Beitrag #14806 ist eine Antwort auf Beitrag #14799] Mo, 08 Juni 2020 17:25 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bernd_S ist gerade offline  Bernd_S
Beiträge: 44
Registriert: Januar 2014
Ort: Schwangau
Hier die Werte: Rk = 100 Ohm; Ra 1,5 KOhm;
Bei Netzspannung 200V: Va 245V, Bei Nezuspannung 220V: Va= 267V; Bei Netzspannung 250V:Va=285V
Bei Netzspannung 200V: Ia 51,5 mA; Bei Netzspannung 220V: Ia 57mA, Bei Netzspannung 250V Ia 63mA

Bei längerem Betrieb (>30Min) 200V Temperatur Gleichrichter: an wärmster Stelle (Kern) ca. 64°, bei 180V ca 55°C ; Trafo 25-30°C
Aw: Eigenbau? [Beitrag #14807 ist eine Antwort auf Beitrag #14806] Mo, 08 Juni 2020 23:02 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
ocean-boy 204 ist gerade offline  ocean-boy 204
Beiträge: 404
Registriert: August 2012
Hallo,
wenn die Anodenspg. 267V beträgt, wird der Selengleichrichter in Ordnung sein. Ursache kann dann noch der Anoderstrom der Endröhre sein. Ich würde den Kathodenwiderstand auf 150-180 Ohm erhöhen.

M.f.G.
Aw: Eigenbau? [Beitrag #14811 ist eine Antwort auf Beitrag #14807] Di, 09 Juni 2020 07:56 Zum vorherigen Beitrag gehen
Bernd_S ist gerade offline  Bernd_S
Beiträge: 44
Registriert: Januar 2014
Ort: Schwangau
Ok. Danke. Werde es ausprobieren.
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