Das GFGF-Forum
Das Forum der GFGF für Freunde der Funkgeschichte

Startseite » Willkommen » Mitglieder stellen sich vor » Vorstellung Antennenking (kurzer Lebenslauf )
Vorstellung Antennenking [Beitrag #13943] Mo, 26 August 2019 15:28
Antennenking ist gerade offline  Antennenking
Beiträge: 8
Registriert: Dezember 2016
Ort: Dessau-Roßlau
Hallo GFGF Mitglieder und Gäste,

nachdem ich im Forum etliche Beträge gelesen habe, bin ich bei „Mitglieder stellen sich vor" angekommen. Ich werde noch einige Beiträge von mir in das GFGF-Forum einstellen, deshalb wollte ich mich mal vorstellen.

Ich wohne in der Nähe von Dessau, zwischen Berlin und Leipzig. Dessau ist ja bekannt für das Bauhaus, das Junkers Museum und den Wörlitzer Park.

Wie fing bei mir alles an:

Als Schulkind habe ich ein Buch „Radio basteln leicht gemacht" bekommen. Die Empfänger Schaltungen habe ich aufgebaut. Mit 17 kamen dann kräftige Röhrenverstärker und später dann Echohall-Effektgeräte / für Musik-Kapellen dazu. In meiner Armeezeit habe Kurzwellen Antennen Systeme und Empfänger betreut.

Mein Vater war Schlosser und hat Antennen für das 1.Programm gebaut und montiert. Als dann das ZDF und später das 3.Programm in der „Luft" war, mussten in meiner Region UHF-Antennen + Ver-stärker montiert werden. In einer DDR-Fachzeitschrift wurde dann ein Festfrequenz Konverter für das 2. DDR-Programm vorgestellt. Den habe ich nachgebaut. Ein UHF-Sender konnte nur mit 3 Spindel-Trimmer eingestellt werden. Als dann das 3 Programm von Berlin hinzukamen, musste ich jedes Mal den Konverter neu abgleichen. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Antennenspannung oder dB µV. Das Bild war verrauscht aber warum??

Irgendwie habe ich es geschafft mir Fachzeitschriften (Fuba und Funktechnik) aus dem „Westen" zu besorgen. Die Jahrgänge von der Zeitschrift Funktechnik habe ich heute noch. Internet war noch kein Thema in der DDR. Also habe ich mich über Bücher, Kataloge, Fachzeitschriften weitergebildet. Aus den Antennen-Einzelanlagen wurden dann immer größere Gemeinschafts-Anlagen mit 30 m Gittermast für den Westempfang und einigen hundert Teilnehmern.

Ein Antennenmessgerät von Wisi oder Hirschmann kostete 1988 ca. 2300 DM. Bei einem Umtauschkurs von DDR zu DM 10:1 war das für mich ein Vermögen. Also habe ich in einem Russischen-Junost-Koffer TV einen Messverstärker mit µA Anzeige eingebaut. Das Ganze mit einem Siemens TV-Messempfänger halbwegs geeicht. So habe ich die ersten GA-Anlagen gebaut.

Ich könnte jetzt noch Stunden weiterschreiben. Um das mal abzukürzen.

Bis zur Wende 1989 war ich Elektriker (PGH) und zum Schluss in Meisterfunktion.

1990 habe ich dann bei der Firma Fuba in Bad Salzdetfurth angefangen. Nach einigen Grund-Lehrgängen in der HF-Technik, wurde ich als Bauleiter für Kabelfernsehen eingesetzt. In der Funktion habe ich dann xx Städte „verkabelt". Ab 2005 bin ich zum Technischen Leiter in einem großen Kabelunternehmen berufen worden. In der Tätigkeit war ich für ca. 333000 WE verteilt in Sachsen-Anhalt / Thüringen verantwortlich. Gebaut wurden da nur noch Hybrid-Fiber-Coax-Netze mit, aktiven Rückweg (IP-Nutzung). Also von der Kopfstelle Glasfaser und zum Ende der Versorgungskette dann die alten Koax-Netze. Mit dem reinen analog oder digitalen TV ist der Kunde nicht zufrieden. Also wurden kleine Cluster mit damals max. 500 WE gebildet, damit Internet und Telefonie dem Kunden angeboten werden kann. Das klingt so einfach, ist aber recht kompliziert und erfordert komplett neue Messtechnik zum einmessen des Rückweges. Messtechnik war schon immer mein Hobby. So habe ich schon 1994 das 1. Antennenmessgerät mit elektronischer PC-Schnittstelle besessen. Das kam natürlich von den Amis und war für mich eine Herausforderung, weil ich in der DDR kein Englisch hatte.

Im Museumshof stelle ich ca. 200 Antennen-Messgeräte von 1958 bis heute aus. Da geht auch mal etwas defekt. Ab Dezember 2018 beschäftige ich mich wieder mit der Röhren-Technik. Auf der Suche nach Röhrenprüf-Messgeräten bin ich im RBF / Wumpus / GFGF fündig geworden und habe mir einen RPG-Bausatz aus Frankreich bestellt. Im Moment bin ich noch in der Probe Phase und sammele Erfahrungen / Vergleiche mit anderen RPG-Geräten. Mit der PC-Schnittstelle habe ich noch Probleme, weil der Erfinder des RPG-Bausatzes in Japan-Urlaub ist. Über das gesamte RPG berichte ich, wenn alles fertig aufgebaut ist und funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter König der Antennenmann
Vorheriges Thema: Grüße aus Spanien
Nächstes Thema: Bitte lesen
Gehe zum Forum:
  


aktuelle Zeit: Mo Sep 16 06:12:55 CEST 2019