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Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10281] Di, 27 September 2016 21:28 Zum nächsten Beitrag gehen
wolters ist gerade offline  wolters
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Hallöchen Smile

Ich habe in meinem Stern&Stern Concerton V69 zwei gleiche Bauteile endeckt die ich nicht zuordnen kann.
Eines der beiden Teile lässt sich überhaupt nicht messtechnisch erfassen und das andere hat sowohl einen Widerstand von ca. 9Ohm als auch eine Kapaztät von einigen nF.

Hier mal Bilder davon. Vieleicht weiss einer von euch worum es sich da handelt Smile

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Liebe Grüße,

Alex

[Aktualisiert am: Di, 27 September 2016 21:28]

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Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10284 ist eine Antwort auf Beitrag #10281] Mi, 28 September 2016 10:49 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Funkgeschichte ist gerade offline  Funkgeschichte
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Das ist ein Kondensator amerikanischer Bauart. In den drei runden Punkten sind normalerweise Farbkleckse, die den Wert angeben. Die Farbe ist über die Jahre offensichtlich abgebröselt.Die Farbskale entspricht den Widerstandsfarben. Vielleicht können Sie ja den Kapazitätswert messen...


Peter von Bechen
Redaktion Funkgeschichte
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10286 ist eine Antwort auf Beitrag #10284] Mi, 28 September 2016 14:37 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
wolters ist gerade offline  wolters
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Hallo Herr von Bechen und danke für Ihre Antwort. Smile

Ich habe jetzt beide nochmal gemessen. Ich konnte bei C1 einen Wert von 1,4nF, und bei C2 einen Wert von 2,2nF messen.

Leider kann ich wegen eines nicht vorhandenen Schaltplanes nicht feststellen welche Werte diese Kondensatoren ursprünglich einmal hatten.Die Farbmarkierungen auf beiden haben sich restlos aufgelöst und sind nicht einmal mehr zu erahnen. Crying or Very Sad
Einer ist in Reihe zum Drehkondensator geschaltet.Der ander in Reihe zu einem Filter. Sind die gemessenen Werte zu hoch / zu niedrig für Ihren Platz in der Schaltung oder sind sie i.O.?



Liebe Grüße,

Alex

[Aktualisiert am: Mi, 28 September 2016 15:13]

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Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10287 ist eine Antwort auf Beitrag #10286] Mi, 28 September 2016 15:49 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Funkgeschichte ist gerade offline  Funkgeschichte
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Ort: 85356 Freising
Ohne Schaltbild ist das natürlich nicht ganz einfach. Diese Werte sind als frequenzbestimmendes Bauteil im HF-Teil eigentlich zu hoch, aber wenn die Kondensatoren dazu dienen, Gleichspannung abzublocken (z.B. von der Anode auf den Drehko oder auf die Spule, die am anderen Ende geerdet ist, dann wäre das denkbar. Probieren Sie es doch einfach mal mit neuen Kondensatoren an der Stelle.

Peter von Bechen
Redaktion Funkgeschichte
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10288 ist eine Antwort auf Beitrag #10287] Mi, 28 September 2016 15:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
wolters ist gerade offline  wolters
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Hallo Herr von Bechen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe vorhin einmal diese US Kondensatoren gegen neue mit den Werten 1nF und 2,5nF ausgetauscht was aber leider keine veränderung herbeiführte.
Wie weit darf ich mit den Kapazitätswerten herunter gehen?



Liebe Grüße,

Alex
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10290 ist eine Antwort auf Beitrag #10288] Mi, 28 September 2016 18:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
röhrenradiofreak ist gerade offline  röhrenradiofreak
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Womit wurde die Kapazität gemessen?

Wenn die alten Kondensatoren schlechte Isolation haben, zeigen manche Kapazitätsmessgeräte ein Vielfaches der tatsächlichen Kapazität an. Das Messergebnis ist dann natürlich völlig unbrauchbar.

Mit folgender Methode kommt man bei solchen Kondensatoren der tatsächlichen Kapazität näher:

Den Kondensator in Reihe mit einem Widerstand von wenigen k Ohm schalten und diese Reihenschaltung an einen Sinusgenerator mit variabler Frequenz legen. Nun die Frequenz so einstellen, dass die Spannungsabfälle über dem Widerstand und dem Kondensator gleich groß sind. Nun kann man die Kapazität nach der Formel C = 1 / (6,28 * f * R) berechnen.

Lutz
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10291 ist eine Antwort auf Beitrag #10290] Mi, 28 September 2016 20:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
ocean-boy 204 ist gerade offline  ocean-boy 204
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Hallo,
meines Erachtens hat man nicht die übliche Farbkodierung verwendet, davon müßten noch Farbpigmente vorhanden sein.
In Bild 2 ist die Zahl 1850 eingeprägt, das wird die Kapazität in pF sein. Auch der zweite Kondensator müßte eine Prägung haben.
Nicht Normwerte wie 1850 lassen sich mit dem 3-Punkt-Code auch nicht darstellen, deswegen die Prägung des Wertes. Als Ersatz
lassen sich 2,5-5% Styroflexkondensatoren verwenden, z.B. 1000+820pF;1500+330pF;1800+47pF, diese Kombinationen nachmessen!

MfG
ocean boy
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10301 ist eine Antwort auf Beitrag #10291] Do, 29 September 2016 13:09 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
wolters ist gerade offline  wolters
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Hallöchen! Smile

Danke für eure Antworten. Also...

@ röhrenradiofreak

Zitat:
Womit wurde die Kapazität gemessen?


In meinem kleinem Multimetert ist eine Funktion zur Kapazitätsmessung. Hat bisher immer gut funktioniert.

Zitat:
Wenn die alten Kondensatoren schlechte Isolation haben, zeigen manche Kapazitätsmessgeräte ein Vielfaches der tatsächlichen Kapazität an.


Macht Sinn. Kondensatoren mit schlechter Isolation fliegen bei mir eh raus.


@ocean-boy 204

Zitat:
In Bild 2 ist die Zahl 1850 eingeprägt, das wird die Kapazität in pF sein. Auch der zweite Kondensator müßte eine Prägung haben.


Das ist eine sehr sehr gute Idee die auch Sinn macht! Der zweite Kondensator hat die Prägung 1020.
Das kommt also den von mir gemessenen Werten sehr nahe:

Prägung 1850: 2,2nF oder 2200pF
Prägung 1020: 1,4nF oder 1400pF


Wie weit dürfen diese Werte abweichen um eine beeinträchtigung des Gerätes zu vermeiden.


Liebe Grüße,

Alex
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10304 ist eine Antwort auf Beitrag #10301] Do, 29 September 2016 18:35 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
röhrenradiofreak ist gerade offline  röhrenradiofreak
Beiträge: 332
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Ort: östliches Niedersachsen
wolters schrieb am Do, 29 September 2016 13:09
In meinem kleinem Multimetert ist eine Funktion zur Kapazitätsmessung. Hat bisher immer gut funktioniert.

Und gerade mit so etwas habe ich die tollsten Erfahrungen gemacht: Ein Multimeter von Fluke zeigt bei manchen alten Papierkondensatoren den 20-fachen Wert an! Das Messgerät ist kein Billigmodell und unterliegt einer regelmäßigen Kalibrierung, ist also in Ordnung. Es ist nur nicht für die Messung von Kondensatoren geeignet, die eine schlechte Isolation haben.

Ich schlage folgenden Test vor: Einem bekannt einwandfreien Kondensator, dessen Kapazität richtig angezeigt wird, einen Widerstand mit ca. 1 M Ohm parallel schalten, das simuliert eine schlechte Isolation. Was zeigt das Kapazitätsmessgerät nun an?

Lutz
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10311 ist eine Antwort auf Beitrag #10304] Do, 29 September 2016 21:37 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
wolters ist gerade offline  wolters
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Hallo Lutz,

ich verstehe was du meinst. Da aber alte Kondensatoren mit schlechter Isolation nicht in meinen Geräten verbleiben ist es ja sogar praktisch dass das Messgerät dann ein vielfaches der eigentlichen Kapazität anzeigt.
Somit weiss ich ja dann das diese Kondensatoren eine schlechte Isolation haben.

Problematisch wird es halt nur wenn man die orginale Kapazität nicht kennt weil sie nicht mehr lesbar ist oder, wie in diesem Fall hier, ein wenig versteckt ist.

Habe diese beiden mal ausgewechselt gegen 1nF und 2,5nF. Funktioniert bisher einwandfrei. Smile


Liebe Grüße,

Alex
Aw: Unbekanntes Bauteil [Beitrag #10316 ist eine Antwort auf Beitrag #10311] Fr, 30 September 2016 18:25 Zum vorherigen Beitrag gehen
röhrenradiofreak ist gerade offline  röhrenradiofreak
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Genau so ist es: wer das Verhalten seines Kapazitätsmessgerätes bei solchen Kondensatoren kennt, kann die zu hohe Anzeige als Indikator für eine schlechte Isolation nehmen. Das ist zwar eine höchst indirekte Methode, aber wenn der Kondensator nicht gleichzeitig Kapazität verloren hat, funktioniert sie.

Um bei solchen Kondensatoren die Nennkapazität zu ermitteln, wenn keine Aufschrift erkennbar und kein Schaltplan vorhanden sind, wende ich die Methode an, die ich vorgestern beschrieben habe. Sie funktioniert recht gut, sofern der Kondensator keinen niederohmigen Kurzschluss hat und nicht unter Kapazitätsverlust leidet.

An vielen Stellen kommt es gar nicht auf die genaue Kapazität an.

Lutz
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