Das GFGF-Forum
Das Forum der GFGF für Freunde der Funkgeschichte

Startseite » Röhrenradios und andere alte Empfänger » Radios » Meersburg Automatik 9 (Sicherung und Kondensator am Gleichrichter defekt)
Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13376] Fr, 28 Dezember 2018 20:01 Zum nächsten Beitrag gehen
DietmarSohmer ist gerade offline  DietmarSohmer
Beiträge: 10
Registriert: Dezember 2018
Hallo
habe aktuell ein Saba Meersburg Automatik 9 erhalten.Sicherung hatte gefehlt und der Kondensator am Gleichrichter C88 mit 22n war geschmolzen.
Bis jetzt habe ich es mit einem neuem Kondensator und Sicherung versucht. Mit einem Regeltrafo sehe ich aber das der Strom sofort sehr stark ansteigen will.
Wer hat Erfahrung mit dem Problem und was wäre eine Vorgehensweise die das Gerät nicht gefährdet.
Für Infos wäre ich dankbar Schaltplan von dem Gerät ist vorhanden.
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13379 ist eine Antwort auf Beitrag #13376] Sa, 29 Dezember 2018 14:01 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Grießgram ist gerade offline  Grießgram
Beiträge: 14
Registriert: Dezember 2018
Hallo, welche Kenntnisse und Möglichkeiten hast Du?
Der Ablauf war schon richtig: Sichtkontrolle! Dann Aufteilung in Baugruppen.
- Netzzuleitung, Schalter, Störschutz, Gleichrichter, Siebung
Dazu richtig Stelltrafo bzw Glühbirne in Reihe mit dem Prüfobjekt, Sichtkontrolle auf Erwärmung und Einsatz eines Messgerätes zum
Ermitteln der Spannungen.

Wenn die Sicherung fehlt und hohe Stromaufnahme, dann ist oft was mit dem Netzteil nicht ok, also erst mal hier genauer hinsehen.

Gruß Manfred
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13380 ist eine Antwort auf Beitrag #13379] Sa, 29 Dezember 2018 16:18 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
DietmarSohmer ist gerade offline  DietmarSohmer
Beiträge: 10
Registriert: Dezember 2018
Hallo

bin schon vom Fach gelernter Energieanlagen Elektroniker habe Messgeräte Oszi usw.
Denke überprüfe erstmal den Gleichrichter und das was danach kommt.
Röhren Tester habe ich auch will halt bei einem so schönen Gerät kein Risiko eingehen.
Hatte schon mal ein Automatik Gerät bekommen da war aber auf Grund von Stecker rein und testen vom Vorbesitzer der Trafo defekt.
War ein ziemliches Problem dann so ein Trafo zu bekommen .

Danke schon mal für die Tipps.

Gruß Dietmar Sohmer
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13381 ist eine Antwort auf Beitrag #13379] Sa, 29 Dezember 2018 16:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Grießgram ist gerade offline  Grießgram
Beiträge: 14
Registriert: Dezember 2018
Hallo, als Ergänzung zu meinem Beitrag von 14.01 Uhr:
Der Netztransformator ist umschaltbar in der Primärspannung!
Ich bin Ketzer und frage: Steht der auf Stufe 220V? Sicherung dann 400mA.
Hast Du einen Lötkolben? Dann Trafo Sekundärseite die Zuleitung zum Regelmotor ablöten. Stromaufnahme prüfen!
Noch zu hoch? Dann hinter dem Gleichrichter den Elko, den kleinen Kondensator und die Plusleitung zu den Röhren ablöten.
Allgemein ist der Elko hinüber. Ersatzexemplar muss spannungsfest für 350V- sein. (230V x 1,414)
An dem C88 liegt 230V Wechselspannung an, weil Transformatorausgang vor dem Gleichrichter liegt

Dann mach mal und berichte über das Ergebnis

Gruß Manfred
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13382 ist eine Antwort auf Beitrag #13381] Sa, 29 Dezember 2018 16:53 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Grießgram ist gerade offline  Grießgram
Beiträge: 14
Registriert: Dezember 2018
Und hier gab es mal Probleme mit dem Stellmotor


https://www.gfgf.org/Forum/index.php?t=msg&th=3692&s tart=0&
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13383 ist eine Antwort auf Beitrag #13382] Sa, 29 Dezember 2018 16:54 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
DietmarSohmer ist gerade offline  DietmarSohmer
Beiträge: 10
Registriert: Dezember 2018
Hallo



habe Lötkolben und eine Lötsation :-) der Spannungsregler steht auf 220Volt :-)))

Ich werde dem Saba Morgen nochmal auf den Zahn fühlen. 

Röhren teste ich dann auch mal alle durch und dann Stück für Stück.



Super für die Tipps besten Dank

Gruß Dietmar

Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13384 ist eine Antwort auf Beitrag #13383] So, 30 Dezember 2018 09:18 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Grießgram ist gerade offline  Grießgram
Beiträge: 14
Registriert: Dezember 2018
Hallo, ich habe mir noch mal den Schaltplan vorgenommen.
Rein logisch wäre doch, wenn hohe Stromaufnahme vorliegt, daß dann keine Röhren beteiligt seien können, weil ja erst geheizt werden muss ehe Strom fließt.

Aber es gibt noch eine Gleichrichtung, wenn auch nur Einweg.
Im Bereich der Röhrenheizung liegt der Gleichrichter E123,5C5 und Siebkondensator C92 mit 50 Mykrofarad.

Die Röhre 6, ECL 80, mit dem Pentodensystem steuert ja den Hauptstrang vom Stellmotor. Kondensator C74 mit 0,4 Mykrofarad???

Das wäre dann auch noch eine Option!

Gruß Manfred
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13385 ist eine Antwort auf Beitrag #13384] So, 30 Dezember 2018 12:30 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
röhrenradiofreak ist gerade offline  röhrenradiofreak
Beiträge: 321
Registriert: Februar 2013
Theoretisch kann die zu hohe Stromaufnahme durchaus durch eine defekte Röhre verursacht werden, nämlich wenn diese einen internen Kurzschluss hat.

Der Einweggleichrichter, der an der Röhrenheizung hängt, dient zur Erzeugung einer negativen Spannung. Diesen Bereich würde ich als Ursache ausschließen, weil der 220 Ohm-Widerstand in Reihe keinen übermäßigen Stromfluss zulässt.

Erst einmal würde ich, wie bereits vorgeschlagen wurde, die Sekundäranschlüsse des Netztrafos ablöten und dann die Stromaufnahme kontrollieren. An wahrscheinlichsten ist ein Fehler im Anodenspannungszweig: Gleichtichter Gr1, Lade- und Siebelko sowie die Schaltung, die von dort versorgt wird.

Sind alle Sekundäranschlüsse des Netztrafos getrennt und die Stromaufnahme immer noch zu hoch, ist der Netztrafo defekt.

Lutz
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13387 ist eine Antwort auf Beitrag #13385] So, 30 Dezember 2018 15:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
DietmarSohmer ist gerade offline  DietmarSohmer
Beiträge: 10
Registriert: Dezember 2018
Hallo
also Röhren habe ich durch geprüft die sind soweit mal OK, natürlich nicht neu aber Kurzschluss hat keine der Röhren.
Hab mal angefangen die Teerkondensatoren zu wechseln hoffe die habe ich alle in neu.
Elkos prüfe ich einen nach dem anderen durch bis jetzt aber noch nichts gefunden.
Gleichrichter prüfe ich auch noch durch bin mal gespannt was wirklich der Fehler ist.
Trafo wäre natürlich echt schlecht wenn er defekt wäre.
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13388 ist eine Antwort auf Beitrag #13387] So, 30 Dezember 2018 19:59 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Grießgram ist gerade offline  Grießgram
Beiträge: 14
Registriert: Dezember 2018
Hallo, da melde ich mich nochmal.
Ein Pferd zäumt man nicht von hinten auf.
Und eine Störung sucht man immer ab dem letzten noch funktionierenden Punkt. Dazu schließt man alle unwichtigen oder verdächtigen Teile von der Teilnahme aus.
Das Versorgungsnetz funktioniert. Dann machen wir auch hier weiter.
Vor dem Trafo der Störschutz ist erst mal für die Funktion nicht wichtig! Ablöten!
Sekundärseite: Gleichrichter, Zuleitung Stellmotor-Hilfsleitung und Störschutz C88 ab.
Jetzt gibt es noch zwei Wicklungen mit Mittelanzapfungen auf dem Trafo. Die sind über den Steuerschalter miteinander verbunden. Ablöten! Und genau merken wo!
Auch ein verkeimter Motor kann auf halb neun stehengeblieben sein und der Schalter hat eine Fehlstellung. Kontrollieren!
Jetzt bleibt nur noch der Heizkreis und die Beleuchtung. Da kann man die Röhren entnehmen, aber merken wo sie eingesetzt waren.
Und jetzt kann man mal einen Einschaltversuch fahren. Voll bestückt und mittlere Lautstärke ergibt ca.55 Watt.
Der Messwert muss also niedriger liegen.
Die Leitungen zum Steuerschalter mal genauer ansehen. Klebende Kontakte können Teile der beiden Wicklungen mit Mittelanzapfungen kurzschließen. Das ergibt dann auch einen Überstrom.

Gruß Manfred
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13389 ist eine Antwort auf Beitrag #13388] So, 30 Dezember 2018 20:08 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
DietmarSohmer ist gerade offline  DietmarSohmer
Beiträge: 10
Registriert: Dezember 2018
Habe mal alles angehängt und dann beim testen festgestellt das der Gleichrichter auf jeden Fall mal defekt ist.Solange ich keinen neuen habe muss das Saba mal warten.
Danke für die super Tipps die werden mir bestimmt auch in Zukunft helfen ein Phillips 1002 wartet auch scon auf die Wiederbelebung.
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13391 ist eine Antwort auf Beitrag #13389] So, 30 Dezember 2018 20:29 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Grießgram ist gerade offline  Grießgram
Beiträge: 14
Registriert: Dezember 2018
Dafür wollen die Anbieter stämmige Preise haben! Ob das dann immer funktionsfähige Teile sind?
Sieh mal z.B hier: https://www.ebay.de/qqqqqq/gleichrichter-si emens-halske-b250-xxxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyzzzzzzz
Wenn es original aussehen soll, dann ok, aber wenn es funktionieren soll, dann würde ich mir einen Ersatz aus Lötösenleirten und SI-Dioden bauen, das kann dann auch professionell aussehen.

[Aktualisiert am: Mi, 02 Januar 2019 16:37] vom Moderator

Den Beitrag einem Moderator melden

Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13402 ist eine Antwort auf Beitrag #13391] Mi, 02 Januar 2019 16:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Getter
Beiträge: 1613
Registriert: Juli 2012
Ort: In Hör-Reichweite der au...
Stop !
Aufgrund knapper Zeit schalte ich mich hier nur ganz kurz einmal ein, ich erachte es aber für nötig.

Einen Selengleichrichter niemals alleine durch Siliziumdioden ersetzen! Die Spannung wäre anschließend erheblich zu hoch.
Ein zusätzlicher Widerstand ist dann nötig, entweder in Reihe mit dem Pluspol des Gleichrichters oder auf der Wechselspannungsseite. Der genaue Wert dieses Widerstandes ist rechnerisch nur sehr aufwendig zu bestimmen, da er von vielen Faktoren abhängt, beispielsweise auch von den Eigenschaften des Netztransformators, die nicht bekannt sind. Man kann ihn also zunächst nur abschätzen. Beginnen würde ich hier probeweise mit einem Wert von etwa 150 Ohm. Dessen Belastbarkeit muss wesentlich höher liegen, als von vielen Leuten angenommen wird, bei einem reinen Gleichstrom oder Effektivwert eines Wechselstromes von 125 mA käme man bei 150 Ohm auf eine Belastung von 2,34 Watt, Aber diese Rechnung wäre falsch !
Warum sie falsch wäre, das ließe sich unter einer Anwendung einer hinreichenden Menge von Mathematik gut darlegen, aber darauf verzichte ich hier, nicht nur aus Zeitgründen. Man glaube es mir einfach und wähle einen Widerstand mit einer Belastbarkeit von beispielsweise 7 Watt. Der genaue Widerstandswert lässt sich am einfachsten und am besten experimentell ermitteln, nachdem das Gerät tatsächlich vollständig instand gesetzt ist. Man stellt dann den Netzspannungswähler auf die aktuell tatsächlich vorhandene Netzspannung ein und wählt den Widerstand so, dass sich möglichst genau diejenigen Anodenspannungen einstellen, welche auch im Schaltbild angegeben sind.

Zweitens :
Niemals sollte man ausgebaute, gebrauchte Selengleichrichter kaufen, sofern diese nicht vom Anbieter glaubwürdig und fachgerecht geprüft wurden - Es sei denn, sie sind so sehr preisgünstig, dass man das Risiko gerne akzeptiert. Bei einem Euro pro Stück aus der Wühlkiste eines Funkmarkt-Anbieters kann man nicht viel falsch machen, aber bei € 15 das Stück plus Versandkosten finde ich es, höflich gesagt, unseriös vom Anbieter, keine weiteren Angaben zum Zustand zu machen.
Hinzu kommt noch, dass wir hier eigentlich im Forum sowieso keine Links zu aktiven Angeboten bei ebay mögen, egal ob es sich um Kleinanzeigen oder Auktionen handelt. Ich habe daher den Link oben unlesbar gemacht.
Diese alten Selengleichrichter sind, sofern sie aus Rundfunk-Geräten stammen und daher sehr viele Betriebsstunden hinter sich gebracht haben, sehr oft zu hochohmig. Die meisten, gebraucht angebotenen Selengleichrichter stammen naturgemäß aus Rundfunkgeräten. Die Anodenspannung ist dann zu klein, selbst wenn das Gerät ansonsten völlig in Ordnung gebracht wurde. Auch solche Gleichrichter müssen natürlich ersetzt werden. Dieser Fehler ist noch viel häufiger anzutreffen, als kurzgeschlossene Selengleichrichter.
Auf Wunsch kann ich eine seriöse Quelle für unbenutzte, originale Selen-Flachgleichrichter nennen (gewerblicher Händler) Das mache ich aber nicht hier öffentlich im Forum.
Grüße aus HH !
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13403 ist eine Antwort auf Beitrag #13402] Mi, 02 Januar 2019 16:53 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Getter
Beiträge: 1613
Registriert: Juli 2012
Ort: In Hör-Reichweite der au...
Nachtrag:
Das Ersetzen eines Selengleichrichters nur durch einen Siliziumgleichrichter ohne zusätzlichen Widerstand hätte zusätzlich zur zu hohen Anodenspannung außerdem das Risiko einer Beschädigung des Netztrafos zur Folge ! Auf jeden Fall würde dieser anschließend heißer, als bei dem vom Hersteller vorgesehenen Betrieb mit einem (einwandfreien) Selengleichrichter.
Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13404 ist eine Antwort auf Beitrag #13402] Mi, 02 Januar 2019 17:25 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
DietmarSohmer ist gerade offline  DietmarSohmer
Beiträge: 10
Registriert: Dezember 2018
Hallo

die Adresse wäre natürlich interessant sehe ich genau so das wenn ungeprüft dann darf es nicht viel kosten Smile
Für die Adresse Dietmar-Sohmer(AT)xxxyyyz(DOT)de

Viele Grüsse
Dietmar Sohmer

Edit Mod.: Hallo Herr Sohmer, habe die E-Mail-Adr. zu Ihrem Schutz vor Spam unlesbar gemacht. Ist besser, glauben Sie mir.... Ihre Adresse ist uns ja sowieso bekannt. Hab dem Händler geschrieben, dass er Ihnen mal anbieten soll, was er hat. Schau'n mer mal....

[Aktualisiert am: Mi, 02 Januar 2019 19:10] vom Moderator

Den Beitrag einem Moderator melden

Aw: Meersburg Automatik 9 [Beitrag #13437 ist eine Antwort auf Beitrag #13376] Mo, 07 Januar 2019 16:13 Zum vorherigen Beitrag gehen
Getter
Beiträge: 1613
Registriert: Juli 2012
Ort: In Hör-Reichweite der au...
Nochmal etwas zum Thema gebrauchte Gleichrichter oder unbenutzte Selengleichrichter aus alten Beständen :

Ich betrachte es differenziert. Meine Erfahrung lautet so: Tatsächlich sind Selengleichrichter, welche man aus anderen alten Rundfunkgeräten ausgebaut hat, die vorher schon sehr viele Betriebsstunden hinter sich bringen mussten, in der Regel nicht mehr gut, sie sind hochohmig oder fallen nach kurzer Zeit ganz aus.
Hat man jedoch Selengleichrichter vor sich, welche a) unbenutzt sind oder b) aus Geräten stammen, die nur sehr wenige Betriebsstunden hinter sich bringen mussten oder c) die aus Geräten stammen, wo sie nur sehr wenig belastet wurden, also nur sehr kleine Ströme liefern mussten und die die ganzen Jahrzehnte über schön trocken gelagert wurden, kann man diese durchaus noch verwenden, sie weisen einwandfreies Verhalten auf. Allerdings scheint es bei Selengleichrichten eine Besonderheit zu geben, die ich selber lange nicht glauben wollte : Sie müssen offenbar nach langer Lagerung eine Art Formierung durchlaufen. Dazu schließt man sie ohne Last am Ausgang erst einmal an eine kleine Wechselspannung an, die man im Laufe von mehreren -zig Minuten, besser Stunden langsam immer weiter erhöht. Der Gleichrichter darf dabei nicht warm werden, sonst ist abzubrechen, der Gleichrichter abkühlen zu lassen und man fängt neu an. Nun wiederholt man den gleichen Vorgang noch einmal mit der Belastung, bei einem 125mA-Gleichrichter sollten dann also auch durchaus 100 mA am Ausgang abgenommen werden. Bei diesem Betrieb wird der Glr natürlich normal warm, diese Art Flachgleichrichter ist darauf ausgelegt, durch das Chassis gekühlt zu werden, man darf diesen Teil der Formierung also nicht machen, so lange der Glr noch nicht montiert ist.

Wie gesagt, das sind nur meine Erfahrungen. Falls jemand ganz andere Erfahrungen gemacht hat, können diese natürlich hier gerne auch eingebracht werden.
Vorheriges Thema: Siemens Karbowid Widerstände 30er Jahre
Nächstes Thema: Grundig Satellit Professional 650
Gehe zum Forum:
  


aktuelle Zeit: So Aug 18 17:19:44 CEST 2019