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DIY Justierband [Beitrag #14064] Do, 10 Oktober 2019 13:15 Zum nächsten Beitrag gehen
Uwe_LA ist gerade offline  Uwe_LA
Beiträge: 78
Registriert: Juli 2012
Hallo zusammen.
Ich habe extra 'DIY Justierband' geschrieben, weil mir die kommerziellen Angebote bekannt sind.
Nun, wer kann auf seinem HiFi-Tapedeck, oder auf einer Studio-Tonbandmaschiene, ein Justierband anfertigen, für eine ein- bis zweimalige Verwendung? Es geht einfach darum, den Azimut eines neuen Tonkopfes einzustellen. Dazu braucht es kein Justierbnad, zu Kaufpreisen zwischen 50,00 € bis 60,00 €. Aufnahmefrequenz 8 kHz, oder 10 kHz, angepaßt - ich denke IEC 1 - für ein UHER 4400 Stereo. Stereo-Halbspur, oder Vollspur. Als Laufzeit reichen 3 Minuten, Spulengröße max 13 cm. Ist das machbar? Vielen Dank.
Gruß
Uwe
Aw: DIY Justierband [Beitrag #14073 ist eine Antwort auf Beitrag #14064] Mi, 16 Oktober 2019 15:03 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Tonmann ist gerade offline  Tonmann
Beiträge: 94
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Ort: Borken
Nur den Azimut einstellen reicht nicht. Auch das Kippen nach hinten oder vorn ist zu überprüfen, nachdem der Bandlauf, alle mit dem Band in Berührung kommenden Teile vermessen und die entmagnetisiert wurden.

Dann kann man bei Stereogeräten den Azimut mit einem Oszi einstellen so, dass beide Kopfspalte zeitlich synchron (bei angeschlossener monoralen Quelle) übereinander liegen und die Bremsen nicht vergessen, die für gleichmäßigen Banddruck an den Köpfen sorgen - aber auch zur Veränderung des BIAS und zu frühzeitigem Kopfverschleiß führen können!

Dann müssen 'nen Haufen Kondensatoren in Rente, um die Verstärker einmessen zu können.

Oftmals kaufen sich Leute vom Flohmarkt ein 40 Jahre altes Tonbandgerät und glauben, mit dem Verstellen (Verschlimmbessern) der Werkseinstellung der Tonköpfe das Gerät repariert zu haben - sorry, das reicht nicht.

Erfahrungsgemäß braucht man neben reichlich Erfahrunf noch einen Stapel Messtechnik und die "Bezugsbänder", die nichts mit kopierten "Messbänder" zu tun haben, auf denen jemand Piepstöne aufgenommen hat.

Ich habe jahrzehntelang Studiobandmaschinen von Telefunken (M5, T9, M10, M15/M15A, M20, M21) repariert und messtechnisch abgeliefert und weiß wovon ich spreche!

Ein Freund von mir hat einen Stützpunkt für Studer und zeigte mir einen Karton voller ausgetauschter Kondensatoren aus einer Studer A800 mit 24 Spuren; rund 2000 Stück ausgetauscht bevor er einmessen konnte.

Eine Grundüberholung einer alten Revox kann bei 250,-€ gelingen, sind aber Tonköpfe erneuerungsbedürftig, Schalter tot, Potis abgebrochen, Schaltungen dadurch überschwungen und nahezu alle Werkseinstellungen sinnlos verstellt, geht es in Richtung einer vierstelligen Summe, oder 50% vom Neuwert.

Wie war die Frage nochmal, nur an der Tonkopf-Taumelung herumspielen??

Rudolf
Aw: DIY Justierband [Beitrag #14075 ist eine Antwort auf Beitrag #14073] Mi, 16 Oktober 2019 17:34 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Uwe_LA ist gerade offline  Uwe_LA
Beiträge: 78
Registriert: Juli 2012
Vielen Dank für die Antwort Rudolf. Ein Seminar beim Norddeutschen Rundfunk hätte nicht so viel Informationen vermitteln können. Nun, bei Ihrem technischen Hintergrund Wissen und vielleicht auch der tontechnischen Ausstattung (?), wären Sie geradezu prädestiniert ein Justierband in Vollspuraufzeichnung mit 8 kHz, oder 10 kHz, zur Senkrechteinstellung des Tonkopfes anzufertigen (das war übrigens nur die Frage). Wie schaut's, hätten Sie Lust und Zeit? Nennen Sie mir gerne den Preis per PN. Vielen Dank.
Gruß
Uwe

PS. Der neue einzumessende Tonkopf ist in einem UHER 4400 IC, also keine AKAI GX-630D, ASC 6002, Pioneer RT1011L, SONY TC-765, TEAC A3300 und auch keine Telefunken M5, T9, M15, etc. oder Studer & Co.
Aw: DIY Justierband [Beitrag #14079 ist eine Antwort auf Beitrag #14075] Do, 17 Oktober 2019 10:53 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Tonmann ist gerade offline  Tonmann
Beiträge: 94
Registriert: Oktober 2013
Ort: Borken
Danke für die Blumen, so schlimm ist es bei mir nicht!

Dipl.-Ing. Ruhrberg fertigt Bezugsbänder neu an nach Kundenwünschen:

peter(DOT)ruhrberg(AT)gmx(DOT)de

Beim Azimut ist es nebensächlich, auf welcher Maschine / Gerät das 10KHz-Signal abgespielt wird.

Nur beim Einmessen auf ein Gerät / Maschine muß man die Spurenbreite, Bandgeschwindigkeit und Entzerrung wissen, da es unterschiedliche Bandflüsse gibt!

Sicher spielt das eine untergeordnete Rolle im HiFi-Bereich, aber in Deutschland haben HiFi-Bandgeräte NAB-Entzerrung, Rundfunkmaschinen CCIR, die USA spielen mit AES und die Japaner oftmals auch NAB oder bei uns unbekannten Größen.

Zitat Verona Feldbusch; hier werden sie geholfen.

Gruß,

Rudolf



[Aktualisiert am: Do, 17 Oktober 2019 10:58]

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Aw: DIY Justierband [Beitrag #14080 ist eine Antwort auf Beitrag #14079] Do, 17 Oktober 2019 11:34 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Uwe_LA ist gerade offline  Uwe_LA
Beiträge: 78
Registriert: Juli 2012
Zitat:

Beim Azimut ist es nebensächlich, auf welcher Maschine / Gerät das 10KHz-Signal abgespielt wird.
Ist doch völlig klar, Rudolf. Ich wollte nur daraufhinweisen, das ein altes Amateur Gerät wieder zum Leben erweckt werden soll und keine Studiobandmaschine, die zu Aufnahmen des Vienna Philharmonic Orchestra eingepegelt werden soll.
Vielen Dank für den Tipp.
Gruß
Uwe

Aw: DIY Justierband [Beitrag #14149 ist eine Antwort auf Beitrag #14080] Di, 29 Oktober 2019 09:55 Zum vorherigen Beitrag gehen
Uwe_LA ist gerade offline  Uwe_LA
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Registriert: Juli 2012
Vielen Dank an alle Mitleser: Erledigt.
Administrator, btte löschen.
Gruß
Uwe
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