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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15385 ist eine Antwort auf Beitrag #15384] Di, 15 Dezember 2020 12:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Villinger ist gerade offline  Villinger
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Wie Du im Schaltplan erkennen kannst, sind die Sekundärwicklungen der beiden AÜs jeweils verpolt angeschlossen.
(Trafo 3 Masse an Lila und gelb, Trafo 2 Masse an schwarz und schwarz. Es spielt keine Rolle für eine Gegentaktschaltung, ob
mit einem oder zwei Trafos gearbeitet wird. Wichtig ist nur die Phasenumkehr und damit eine passende Phasenlage.

Dazu auch ein Zitat aus einem Fachforum:

"bei einer Gegentakt-Endstufe spielt es keine Rolle, ob man für jede Röhre einen separaten Trafo verwendet oder einen gemeinsamen. Wichtig ist nur die korrekte Phasenlage sowohl der Ansteuerung als auch ausgangsseitig. Somit muss die Primär- oder Sekundärwicklung eines Trafos verkehrt herum angeschlossen werden, dann arbeiten die Endstufen (bei gegenphasiger Ansteuerung) wie bei einer 'normalen' Gegentakt-Endstufe mit all ihren Vorteilen (Brumm-Unterdrückung, weniger Klirr, doppelte Leistung). Auch der AB-Betrieb geht so, falls der Arbeitspunkt so gelegt ist, dass bei Übersteuerung die Röhre sperrt und nicht strommässig sättigt, also der Ruhestrom eher tiefer als für A-Betrieb eingestellt ist. Durch die separaten Kathodenwiderstände ist die Schaltung sogar besser als die übliche mit dem gemeinsamen Widerstand, weil der Ruhestrom symmetrischer wird, auch wenn die Röhren nicht genau übereinstimmen."

Ob man das dann bei Gegentakt-Endstufen als "Brückenschaltung" bezeichnet ? Keine Ahnung...

Grüße
Martin
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15386 ist eine Antwort auf Beitrag #15385] Di, 15 Dezember 2020 13:58 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Radio-aktiv ist gerade offline  Radio-aktiv
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Hallo Martin,

das ist eine interessante Info. Das müsste man einmal ausprobieren mit zwei EL84 Eintaktendstufen was dabei herauskommt wenn man die Ausgänge so verschaltet wie beim Saba. Eine Phasenumkehr bei einer Röhre natürlich zusätzlich eingebaut in dem Fall. EL84 Eintaktendstufen gibt es sehr viele zum ausschlachten, wobei Gegentakt immer selten ist. Wenn man etwas mehr Leistung möchte wäre das vielleicht eine Möglichkeit ohne einen Gegentakttrafo haben zu müssen.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15392 ist eine Antwort auf Beitrag #15296] Mi, 16 Dezember 2020 11:21 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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Hallo,
Ich kann leider ich auf alles eingehen,
möchte mich aber für die vielen Infos bedanken.
Anbei hab ich ein paar Fotos vom Gerät.
Ich habe das Gehäuse mit Lackreiniger und Politur bearbeitet.
Die Tiefen Kratzer habe ich nicht herausbekommen.
Mit Nasschleifpapier habe ich mich nicht an den Lack getraut,
Ich denke ich kann mit dem Ergebnis gut leben.
Die Messingteile wurden von mir geschliffen, poliert und mit Zaponlack
Versehen. Tasten und Schalter habe ich mit Koregatabs gereinigt.
Was. Die Technik angeht, müsste ich leider feststellen das der Vorbesitzer eine 1,25A Sicherung verwendet hat :(
Das erklärt wahrscheinlich einiges.
Ich habe so ziemlich alles ausprobiert an dem Gerät,
mehr als ein leises kratzen war jedoch nicht zu hören, die Beleuchtung funktionierte jedoch zum Teil und die Röhren glimmten auch.
Alle Röhren und zu tauschen wird mir dann ehrlich gesagt etwas zu teuer.
Ich werde erstenmal versuchen durch den Tausch der Kondensatoren und angegriffenen Wiederstand das Radio wieder on Betrieb zu nehmen.
Wenn das nicht funktioniert oder sich die Gelegenheit ergibt lasse ich es ggf. mal Durchmessern. Ein Multimeter habe ich inzwischen selbst.
Die Röhren sehen zumindest optisch alle sehr gut aus.
Nur die EBF89 sieht nicht gut aus deshalb habe ich sie auch bestellt.
Angeblich soll das Radio laut Verkäufer funktioniert haben.
Ich hoffe das es durch die falsche Sicherung keine nachhaltigen Schäden bekommen hat.
Ich warte jetzt estmal auf die Teile und melde mich dann mit neuem Bildmaterial.


Gruß

Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15393 ist eine Antwort auf Beitrag #15392] Mi, 16 Dezember 2020 11:32 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Villinger ist gerade offline  Villinger
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Hallo Daniel,
der Verkäufer hat Dich angelogen. Mit dem verschmurgelten 270 Ohm Widerstand an der Kathode der EL95 sowie dem
vermutlich komplett defekten 470 Ohm Widerstand zwischen den Anschlüssen des 2x50 uF Becherelkos KANN das Radio nicht spielen.

Und zumindest die beiden EL95 MUSST Du bestellen und tauschen, wenn Du nicht gleich wieder einen Defekt provozieren willst.
Vermutlich ist zumindest DIE EL95, an der der 270 Ohm Widerstand verbrannt ist, die URSACHE für diesen Defekt.

Also: Als Minimum solltest Du bestellen

1x Widerstand Keramik ( Hochlast ) 470 Ohm, 5 Watt
1x Widerstand 270 Ohm / 1 Watt
2x Elko 100uF ( 63 V )
2x EL95.

Die EL95 sind nicht wirklich teuer ( ebay Artikelnummer 251840967723 zum Beispiel, 8 EUR das Stück )

Diese 6 Teile MUSST Du tauschen. Und die Kondensatoren am Netztrafo ( 2x 4700pF ) ersatzlos entfernen.

Und dann berichte mal.

Daß da eine 1,25 A Sicherung drin war, ist definitiv Mist und viel zu viel.
Da musst Du Dir ein paar 0,4 A (träge ) besorgen zum testen in Zukunft.
Hoffentlich hat das der/die Übertrager überlebt....

Grüße
Martin

PS: Röhren sieht man normalerweise optisch nicht an, ob sie gut sind oder nicht.
Schwarze Flecken an der Innenseite, oder metallischer Niederschlag im Inneren - alles kein Problem.
Nur wenn sie milchig sind, dann haben sie Luft gezogen und sind defekt.
Deine EBF89 ist zu 99,9 % in Ordnung.

Die 3 EC92 sind viel kritischer. Da meist verbraucht. Sieht man aber auch nicht optisch....

[Aktualisiert am: Mi, 16 Dezember 2020 11:36]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15394 ist eine Antwort auf Beitrag #15393] Mi, 16 Dezember 2020 13:21 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Radio-aktiv ist gerade offline  Radio-aktiv
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Hallo Daniel,

das Radio hat bestimmt funktioniert, wie es der Vorbesitzer gesagt hat, das muss aber schon länger zurückliegen.

Bei der EL95 Endstufe muss auch der Koppelkondensator C72 getauscht werden, wie ich es schon geschrieben habe. Das war der Grund für den größeren Schaden. Normalerweise hat die Röhre über den Kathodenwiderstand eine Gegenkopplung für den Arbeitspunkt, der diese hohen Ströme verhindert. Hat der Koppelkondensator Leckstrom bekommt die EL95 eine positive Gittervorspannung und steuert auf, was den übermäßigen Stromfluss erklärt, der den Kathodenwiderstand verbrannt hat.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15395 ist eine Antwort auf Beitrag #15394] Mi, 16 Dezember 2020 13:46 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Villinger ist gerade offline  Villinger
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Da hat Karl recht, diese Koppelkondensatoren 22nF könnten auch die Ursache sein. Aber nicht nur C72 sondern v.a. auch C56.
Da liegt deutlich höhere Spannung an im Betrieb.

Allerdings glaube ich nicht, daß die Ursache einer dieser Kondensatoren ist. Es sind Bauformen von Kondensatoren, die
nahezu nie defekt gehen. Im Gegensatz zu den EROs mit Papieretikett in Deinem Radio.

Eine EL95 kann auch für sich alleine einen Defekt haben. Schlüsse innerhalb der Röhre z.B. , das ist bei der EL95 nicht selten !

Aber um sicher zu gehen, tausche diese beiden 22nF Kondensatoren mit !

Und klar, das Radio hat bestimmt funktioniert : 1960 !! 😆
Es ist sicher nicht erst bei Dir "gestorben"...

[Aktualisiert am: Mi, 16 Dezember 2020 13:52]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15396 ist eine Antwort auf Beitrag #15395] Mi, 16 Dezember 2020 15:27 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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Klingt Leider logisch das die Röhre verantwortlich ist.
Hab jetzt zwei nachgeordert.
Die Widerstände und Kondensatoren hatte ich bereits bestellt.
Klar eine Röhre für 8 Euro sind nicht viel.
Mit Versandkosten bin ich insgesamt jetzt schon bei 60 Euro.
Ich melde mich alsbald ich etwas zu berichten habe.

Gruß
Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15397 ist eine Antwort auf Beitrag #15396] Mi, 16 Dezember 2020 18:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Daniel,

so ein Radio zu restaurieren ist ein echtes Erlebnis. Man muss das als Hobby sehen. Gerade für die dunklen Wintertage ein Zeitvertreib. Das kann schon ins Geld gehen. Aber das ist ja noch harmlos bei dem Saba. So richtig teuer wird es wer sich einen Schnewittchensarg leistet um 800€ oder mehr und von der Technik ein schlechteres Radio drin hat wie der Saba und ebenfalls defekte Papierkondensatoren usw. Da leuchten einem die EROs regelrecht entgegen ....

https://www.ebay.de/itm/Braun-SK-6-Schneewittchensarg-Phonok ombination-Radio-Roehrenradio-Dieter-Rams-/193785141534?hash =item2d1e7e991e%3Ag%3AxasAAOSwOQ9fzTb0&nma=true&si=n dSxlDIwBYGcThj5COrEoYPHTCw%253D&orig_cvip=true&nordt =true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

Zu den Koppelkondensatoren meine ich dass diese bestimmt ERO Papier sind. Das ist die typische Verwendung dieser Modelle. Die gehen vielleicht nicht so schnell kaputt was einen Durchschlag betrifft. Der Leckstrom hat aber am Steuergitter leichtes Spiel. Der Strom wird von der hohen Anodenspannung von bestimmt über 100V der Vorstufe getrieben und trifft dort gerade mal auf den hochohmigen Gitterableitwiderstand. Das ist eine ungünstige Konstellation. Die Röhre wird schnell aufgesteuert und der Schaden nimmt seinen Lauf. Die Endröhre kann natürlich auch Kurzschluss haben, das möchte ich nicht ausschliesen. Vielleicht kommt es auch zu einem Kurzschluss wenn die Anode eine Zeitlang glüht wegen der Überlastung. Spätestens der Kurzschluss erledigt dann den Rest, was den Kathodenwiderstand betrifft. Je nachdem wer stärker ist, der Widerstand, die Sicherung oder der dünne Draht des Ausgangstrafo.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15399 ist eine Antwort auf Beitrag #15397] Mi, 16 Dezember 2020 20:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Radio-aktiv ist gerade offline  Radio-aktiv
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Ich schaue mir gerade nochmal das Foto an, wegen der Koppelkondensatoren. Sieht gar nicht so schlecht aus. Vielleicht war es doch die Röhre. Hoffentlich nicht der Ausgangstrafo.

Eigentlich müsste man einen Kurzschluss bei der Röhre mit dem Ohmmeter messen können. Nur der Heizfaden zeigt Widerstand. Alle anderen Anschlüsse gegeneiander dürfen keinen merklichen Widerstand aufweisen.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15402 ist eine Antwort auf Beitrag #15399] Mi, 16 Dezember 2020 23:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Das ist eher die Ausnahme, dass man einen Fehler in der Röhre mit einem Multimeter messen kann. Außer vielleicht einem unterbrochenem Heizfaden.
Man sollte den Wert des Kathodenwiderstandes mit einem Multimeter prüfen (270 Ohm, geht auch in der Schaltung) und dann den Spannungsabfall im Betrieb darüber messen, das ergibt den Anoden + Schirmgitterstrom der Röhre (I=U/R). Wenn die restlichen Spannungen passen, ist das genau so gut, wie ein Röhrenprüfgerät. Mit einem Digitalvoltmeter ist es auch problemlos möglich die Gittervorspannug zu messen.


Dirk Becker / Anode
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15421 ist eine Antwort auf Beitrag #15296] Di, 22 Dezember 2020 07:05 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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Guten Morgen,

gestern war es nun soweit, ich habe die Elkos und Kondensatoren
getauscht. Anbei ein paar Fotos. Bis auf zwei Kondensator die ich falsch bestellt hatte sollte auch alles korrekt getauscht sein.
Anbei einige Fotos.
Nachdem ich das Radio in Betrieb genommen habe funktionierte das magische Auge und es waren auch beim verändern der Frequenz Veränderungen sichtbar.
Aus den Lautsprechern leider weiterhin nur ein brummen.
An der einen El95 war übrigens tatsächlich ein Kurzschluß den ich dank Karl feststellen konnte. Somit hatte ich auch die Röhren getauscht.
Leider hat sich nach wenigen Minuten der 100uf Elko (der bereits zuvor heplatzt war) mit einem lauten Knall verabschiedet.
Jetzt bin ich etwas ratlos, den 0,5 Watt 270 Ohm Wiederstand habe ich gegen einen Leistungsstärkeren 1 Watt Wiederstand getauscht.

Gruß

Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15422 ist eine Antwort auf Beitrag #15402] Di, 22 Dezember 2020 07:07 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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Nachtrag
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15423 ist eine Antwort auf Beitrag #15296] Di, 22 Dezember 2020 08:47 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Villinger ist gerade offline  Villinger
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Hallo Daniel,

hörst Du eigentlich zu, wenn man Dir Tips gibt und schreibt ?

Warum ersetzt Du die beiden 4700pF Kondensatoren am Trafo, wenn
man Dir schreibt, daß Du die ersatzlos entfernen sollst ?
Abgesehen davon, daß diese Kondensatoren gefährlich sind und heutzutage Nichts mehr bringen...

Wie war das mit "Polarität der ELKOS beachten ! " ?? Polarität heißt: PLUS und MINUS.
Bei Elkos ist das nicht egal.

Den 4,7uF , den Du getauscht hast, MUSS mit PLUS an Masse (Chassis ) ! Mit Minus an den Sockel.
Weil da am Sockel eine MINUS-Spannung im Betrieb anliegt !
Der neue dürfte somit auch futsch sein, Du mußt diesen ELKO nochmal tauschen und
dann richtig anschließen.

Den 10uF an den Lautsprechern hast Du mit einem normalen ELKO getauscht, jedenfalls sieht der Elko so aus.
Da muss ein bipolarer Elko ran. Die Originalen sind meist noch ok !

Wegen Deines erneuten kaputten Elko 100uF :Mach mal bitte ein sehr gutes Foto von der Stelle, wo Du den 270 Ohm Widerstand getauscht hast, damit man sieht, wo Du da gelötet hast. Und check mal, ob sich da nicht Anschlußdrähte berühren.

Welche Sicherung hast Du im Gerät jetzt ?

Und mach mal ein Foto vom Spannungswähler am Netztrafo. Also ein Foto vom Trafo . Danke

Grüße
Martin

PS: Kannst Du Deine Fotos so bearbeiten, daß man die besser sofort erkennt ? Das Format paßt irgendwie nicht...

[Aktualisiert am: Di, 22 Dezember 2020 11:45]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15426 ist eine Antwort auf Beitrag #15423] Di, 22 Dezember 2020 13:47 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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Hallo Martin,

es fällt mir etwas schwer die vielen Meinungen und posts richtig einzuordnen, die beiden Kondensatoren hätte ich bereits bestellt als Du geschrieben hast sie seinen entbehrlich.
Außer das es gefährlich sein kann, erschließt sich mir erstenmal nicht was gegen einen Tausch spricht.

Den 4,7 uf Elko hatte ich tatsächlich erst falsch eingelötet, meinen Fehler aber zum Glück rechtzeitig bemerkt. Siehe Anlage.
Ein besseres Foto habe ich grad nicht zur Hand. Heute Nachmittag gucke ich mir die Stelle nochmal genau an und poste ein Foto.

Was die bipolaren Elkos angeht werde ich wohl die alten wieder verwenden. Das war dann wohl nicht sehr clever...

Gruß

Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15427 ist eine Antwort auf Beitrag #15426] Di, 22 Dezember 2020 13:58 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Villinger ist gerade offline  Villinger
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Hallo Daniel,

nun, die 4700pF Kondensatoren sind Entstörkondensatoren für MW und LW.
Erstens wird da heutzutage nicht mehr viel gesendet, und zweitens sind heutige Störungen in ganz anderen
Frequenzbereichen und werden mit diesen 4700pF nicht gefiltert.
Wichtig ist aber, daß die Kondensatoren, die Du da verwendest , ganz sicher unterdimensioniert sind.
Wieviel Volt Haben die denn ? max. 400 V . Oder ? Und das würde bedeuten: 400 V Gleichspannung.
Aber an dieser Stelle liegt keine Gleichspannung, sondern Wechselspannung.
Und zwar um die 240 V Wechselspannung. Das ist was Anderes. Als Faustregel gilt,
daß ein Kondensator an Wechselspannung ca. 3-fache Festigkeit haben muß wie an Gleichspannung.
Also müssten diese Kondensatoren min. 720 V Gleichspannung abkönnen.
Man nimmt dann eher welche mit 1000V Gleichspannungsfestigkeit.

Mit den Teilen, die Du da eingebaut hast, riskierst Du einen Kurzschluß...


Hast Du den 4,7uF noch vor dem Einschalten richtig herum nochmal angelötet ? Ansonsten ist der vermutlich defekt.

Den geplatzten 100uF musst Du natürlich auch erst mal wieder tauschen.

Auf einem Deiner 2 neuen Fotos meine ich zu sehen, daß Du den 270 Ohm Widerstand nicht an Masse
angelötet hast. (??) Richtig wäre: Vom Plus Anschluß Elko 100uF zu Masse ( Chassis ).

Wenn das dann Alles so paßt, dann mach mal Folgendes:

Wenn Du ein Multimeter hast, dann schließ es dort an Plus ( auf Gleichspannung ) und miss mal nach dem Einschalten.
Da sollten nach ein paar Sekunden ca. 6-8 Volt Gleichspannung anliegen.

Also Multimeter Kabel rot ( plus ) an Elko plus.
Und Multimeter Kabel schwarz ( Minus bzw. Masse ) an Chassis ( Masse )

VORHER check aber mal das mit den Drähten, und das mit dem 270 Ohm Widerstand. Und mach , wie gesagt, mal ein Foto.

Danke !

Grüße
Martin


[Aktualisiert am: Di, 22 Dezember 2020 14:07]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15428 ist eine Antwort auf Beitrag #15427] Di, 22 Dezember 2020 14:38 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Martin,

die Kondensatoren haben 1000V, sollte daher passen.

/Forum/index.php?t=getfile&id=9237&private=0

Den 4,7uf Elko habe ich vor dem einschalten richtigherum eingelötet.

Kann ich die Spannung auch ohne 100uf Elko gefahrlos messen?
Dauert sicher ein paar Tage bis ich die bekomme.


Gruß

Daniel

[Aktualisiert am: Fr, 25 Dezember 2020 16:30] vom Moderator

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15429 ist eine Antwort auf Beitrag #15428] Di, 22 Dezember 2020 14:46 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Du kannst auch ohne 100uF messen, der Elko ist v.a. für die Verstärkung der Röhre und für den Klang notwendig.
Größenordnungsmäßig sollten da am Widerstand die genannten ca. 8V Gleichspannung anliegen.
Bin mir aber nicht 100% sicher, ob ohne Elko die gleichen Spannungsverhältnisse vorliegen...
Lieber den 100uF auch tauschen.

Erst aber mal genau nachschauen, ob der Widerstand richtig angeschlossen ist.

[Aktualisiert am: Di, 22 Dezember 2020 14:49]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15431 ist eine Antwort auf Beitrag #15429] Di, 22 Dezember 2020 16:43 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Daniel,

ich schaue mir gerade die Fotos vom Teiletausch an. Die 4,7nF nach dem Trafo waren dringend zu tauschen. Wenn man guten Ersatz bekommt spricht nichts dagegen an der Stelle wieder Kondensatoren einzulöten.

Wie Martin schon geschrieben hat, der rote Elko am Lautsprecher war bipoar, ungepolt, wie es üblicherweise Kondensatoren sind. Den ersetzt man heutzutage geben einen 10uF Kondensator oder nimmt wieder einen bipolaren

Müsste passen mit 50V, obwohl so ein winziges Teil: https://www.ebay.de/itm/Keramik-Kondensator-50V-pF-nF-uF-Mul tilayer-Ceramic-Capacitor-CT4/173879856274?hash=item287c0c0c 92:g:nx0AAOSwoutcvIFQ

Oder allg: https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p233452 4.m570.l1313&_nkw=kondensator+10uf++ungepolt&_sacat= 0&LH_TitleDesc=0&_sop=15&_osacat=0&_odkw=kon densator+10uf++ungepolt

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p233452 4.m570.l1313&_nkw=kondensator+10uf++bipolar&_sacat=0 &LH_TitleDesc=0&_sop=15&_osacat=0&_odkw=kond ensator+10uf++ungepolt

Der neue 270 Ohm ist möglicherweise etwas schwach. Vorher war dort ein stärker Typ eingelötet. Eine Nummer größer sollte er vielleicht schon sein von der Wattzahl. Solange er nicht braun wird oder verbrennt ist es ok.

Wie Martin schon schreibt: Der 270 Ohm ist möglicherweise wirklich falsch eingelötet. Der Widerstand geht nach Masse. Die Masse denke ich, ist das Metall, an dem die Lötleiste befestigt ist. Eine Metallfahne aus Blech, vom Chassis weg, die durch die Lötleiste gesteckt ist und dann verdreht wurde gegen das herausschnappen der Verbindung. Das Metallende kann als Lötpunkt für Masse verwendet werden. Beim 270 Ohm Widerstand der anderen EL95 ist das auch so gemacht. Hier muss der Widerstand angelötet sein.

Der Ersatz jetzt scheint mir am Verbindungspunkt, 1K Widerstand R79 (braun schwarz rot) vom Gitter der EL95 kommend angelötet worden zu sein, zum 1M Widerstand R78 (braun schwarz grün)hin. Das wäre falsch. In dem Fall würde der Elko wieder kaputtgehen. Vor dem Messen würde ich das genau prüfen.

Die Spnnung kann man ohne den Elko messen. Die Arbeitspunkte sind rein auf Gleichspannungsbasis. Der Elko legt die Kathode für Wechselspannung an Masse. Ohne den Elko wäre das eine Signalgegenkopplung die die Verstärkung der Röhre heruntersetzt. Solange es nicht um das Signal (Musik hören) geht benötigt man den Elko nicht.

Wegen Kurzschluss in der Röhre: Ich hatte einmal eine EM11 (magisches Auge). Das Röhrenprüfgerät, Funke W19, hat den Schluss gemeldet. Mit einem Ohmmeter war er nachvollziehbar. Ich habe dann eine ganz einfache 9V Blockbatterie an den beiden kurzgeschlossenen Pins angeschlossen. In der Röhre, ein winziger Funke (sehr kurzes glühen). Danach war der Kurzschluss tatsächlich weg (rausgrannt wohl) und die Röhre hat wieder funktioniert.

Grüße
Karl





Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15432 ist eine Antwort auf Beitrag #15431] Di, 22 Dezember 2020 16:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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So ich hab nochmal zwei Fotos angehängt,
hier kann man das besser sehen. Der 270 ohm Wiederstand sollte 1Watt haben der vorher hatte nur 0,5.
Kontakte zwischen den Bauteilen gibt es nicht. Ich bin mir auch ziemlich sicher das ich es wieder so angelötet habe wie es war.
Die Spannung ist sehr schnell angestiegen mein Multimeter geht nur bis 300V... :(
Das mit der Röhre werde ich mal ausprobieren :)

Gruß

Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15433 ist eine Antwort auf Beitrag #15432] Di, 22 Dezember 2020 17:09 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Der 270 Ohm ist falsch angelötet. Ich schicke gleich noch ein Foto.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15434 ist eine Antwort auf Beitrag #15433] Di, 22 Dezember 2020 17:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hier noch das Foto. Den Widerstand abtrennen wie mit dem rotem Kreuz gekennzeichnet und so verbinden, wie grün gekennzeichnet.

/Forum/index.php?t=getfile&id=9241&private=0

Grüße
Karl

[Aktualisiert am: Fr, 25 Dezember 2020 16:30] vom Moderator

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15435 ist eine Antwort auf Beitrag #15434] Di, 22 Dezember 2020 17:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Daniel,

auch wenn eine EL95 nicht arbeitet müsste ein Ton aus dem Lautsprecher kommen, nur eben leiser. Ich weiss nicht wie man den Verstärker umschaltet. Bei Stereo sind es zwei getrennte Endstufen. Bei Mono arbeiten beide Verstärker zusammen. Da muss noch etwas rauskommen auch wenn nur eine EL95 arbeitet. Bei Stereo kann es sein dass nur eine Röhre den Ton aus dem Radio bekommt. Die zweite Endstufe bekommt dann vielleicht kein Signal. Wenn die kaputte Endstufe in dem Fall der Kanal mit dem Radio Signal ist, würde nichts mehr herauskommen. Hier kann man nochmal die Tastenstellungen ansehen, was sich noch alles umschalten lässt. Ansonsten ein Musiksignal auf den Tonband oder TA Eingang geben und schauen ob nun etwas aus dem Lautsprecher kommt. Wenn die EM84 etwas anzeigt bei der Abstimmung sollte der Empfangsteil schon weitgehend funktionieren.

Wenn der Kathodenelko platzt ist auch Spannung auf der Endstufe. Könnte die Spannung +4 noch fehlen nach R87 am 2uF Elko. Die Spannung braucht man für die Vorstufen. Der Empfangsteil läuft mit +3 und +2 auf den ersten Blick, wäre also vom Ausfall von +4 möglicherweise nicht betroffen.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15438 ist eine Antwort auf Beitrag #15435] Di, 22 Dezember 2020 20:51 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bremer83 ist gerade offline  Bremer83
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Hallo,
ich hab den Wiederstand jetzt richtig eingelötet,
Provisorisch hab ich den alten Elko eingebaut, nachdem ich die Spannung gemessen habe und diese im 8V Bereich war. Das Ergebnis ist im Radiobetrieb ein grundbrummen ohne Veränderung.
Mit externem Eingabegerät habe ich zwar auch ein grundbrummen
jedoch kommt Musik :)
Die Bipolaren Elkos habe ich wieder an die Lautsprecher gelötet.
Ein Lautsprecher ist wesentlich schwächer, vermute das ist dem alten Elko geschuldet.
Wie kann ich jetzt am besten weiter vorgehen?

Gruß

Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15439 ist eine Antwort auf Beitrag #15438] Di, 22 Dezember 2020 21:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Daniel,

das sieht schon sehr gut aus alles. Vor allem, dass das magische Auge so weit zusammen geht. Hängt das von der Abstimmung auf einen Sender ab mit der Anzeige? Merkt man bei der Sendersuche genau wo Sender kommen? Wenn dem so ist kann nicht mehr viel fehlen.

Als nächstes wäre zu probieren ob auf den anderen Empfangsbereichen etwas kommt. Speziell Kurzwelle. Einen längeren Draht an den Antenneneingang hängen mit dem Y-ähnlichen Symbol. Ich rolle gerne ein Verlängerungskabel auf dem Boden aus und hebe einen der Stifte des Netzsteckers an den Antenneneingang. Man kann professorisch ein Stück Draht zum verbinden verwenden. Auf Mittelwelle, oder Langwelle kommen kaum noch Sender. Tags ist der Empfang schlechter. Bei Dunkelheit verbessern sich die Empfangseigenschaften. Wenn nichts kommt am Tastenaggregat an den Tasten (vorsichtig) wackeln ob Kontaktprobleme vorhanden sind. Auf Wackelkontakte absuchen, bei Teilen oder Bedienelementen die man anlangen darf ohne Gefahr eines Stromschlags.

Mich würde wundern wenn man dem Gerät absolut keinen Empfang entlocken kann. Bitte hier die Erfahrungen beschreiben, damit ich weitere Maßnahmen überlegen kann.

Grüße
Karl.



Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15440 ist eine Antwort auf Beitrag #15439] Di, 22 Dezember 2020 21:34 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Wenn das magische Auge nicht auf die Sendersuche reagiert müsste man den ZF Verstärker ansehen. Überprüfen ob der 5uF Elko C38 richtig eingelötet, bzw getauscht wurde. Dann käme die Röhre EBF89 noch in Frage.
Wenn weder UKW noch die anderen Bereiche gehen, evtl. auch die ECH81.

Grüße
Karl



Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15441 ist eine Antwort auf Beitrag #15440] Mi, 23 Dezember 2020 07:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Daniel,

in der Zwischenzeit ist mir noch eingefallen, dass die Regelspannung ein weiterer Grund sein kann, falls das Radio nicht empfängt. Zumindest nicht auf AM. Drei Kondensatoren sind in dem Fall zu überprüfen und ggf. zu wechseln. Die -4 V könnte man messen. Hier muss der + Pol des Messgerätes an Masse (Blechchassis). Nicht der Minus, wie sonst immer. An R (Spannung an R9) sollte man nicht versuchen zu messen, das ist zu hochohmig und somit nicht belastbar.

[img]/Forum/index.php?t=getfile&id=9245&private=0[/i mg]

Die Regelspannung gilt nicht bei UKW. Hier gibt es wohl eine eigene Regelspannung, mit FM-R im Schaltplan bezeichnet.

Wenn nirgends ein Empfang kommt könnten es zwei Fehler sein. Einer im UKW Teil und einer bei AM. Auch davon muss man ausgehen.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15442 ist eine Antwort auf Beitrag #15441] Mi, 23 Dezember 2020 08:30 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Immer der Reihe nach.... :- )

Zuerst mal sollte der defekte 100uF jetzt getauscht werden. Zusammen mit der korrekten Verschaltung
des 270 Ohm Widerstands und den beiden neuen EL95 sollte dann aus beiden Lautsprechern die Lautstärke
identisch sein ( Stereo Taste bitte immer "oben" , also AUS )

Was DANN noch sein kann, weswegen Lautstärke unterschiedlich ist, sind die Stecker für Anschluss externer Lautsprecher ! Das hatte ich schon mehrfach. Wenn man da ext. Lautsprecher anschliesst, schalten die internen
Lautsprecher ab. Manchmal oxidieren hier die Kontakte. Man sollte dann Kontaktspray in diese Lautsprecher-
Anschlussbuchsen geben und einen passenden Lautsprecherstecker mehrfach ein - und ausstecken !

Dann , wie Karl geschrieben hat, bitte nochmal ALLE Wellenbereiche testen : UKW , MW, LW und KW.
Mit angeschlossenem Draht an Antenneneingang und Dipol-Antenne an UKW - Antenneneingang. OHNE Antenne kommt NICHTS !

Bitte mach uns immmer Fotos. Auch , wo Du welche Antenne anschliesst !

Und dann sehen wir weiter.

Schritt für Schritt !

Grüße
Martin

PS: Besorg Dir mal paar Röhren EC92 ( 3 Stück ) , eine ECH81 , eine ECC83 und eine EBF89.
Das macht es sehr viel leichter, Fehler auszuschliessen. Wie ich gesagt habe, die EC92 sind meist verbraucht.
Die ECC83 meist auch ( daher KANN der Brumm kommen, es gibt aber natürlich auch andere Ursachen für Brummen , v.a. die 50uF Becher-Elkos ).
Und defekte ECH81 hatte ich auch schon, da aber eher "nur" für Wellenbereiche MW,LW,KW

[Aktualisiert am: Mi, 23 Dezember 2020 08:41]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15443 ist eine Antwort auf Beitrag #15442] Mi, 23 Dezember 2020 08:49 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Martin,

die Endstufe läuft doch schon soweit. Kann höchstens noch sein, dass die Spannung der Vorstufen noch zu niedrig ist.

Bei den Röhren sollte man überlegen, wieviel man in das Radio investieren will. Das Ganze wird letztendlich ziemlich teuer. Für mich und wahrscheinlich auch Dich wären die verschiedenen Teile zum probieren kein Problem. Das haben wir in der Bastelkiste. Wenn man aber jede Kleinigkeit kaufen muss ist das nicht so gut. Das Radio hat nicht einmal Stereo beim Empfang. Die EL95 bei Stereo gerade einmal je 2,5Watt. Das ist absolut nichts besonderes. Da würde ich keine 100€ insgesamt in das Gerät investieren. Die Frage ist ja auch noch, wieviel der Kauf des Gerätes schon gekostet hat.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15444 ist eine Antwort auf Beitrag #15443] Mi, 23 Dezember 2020 08:55 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Karl,

Die Endstufe sollte zumindest sauber laufen. Ohne Brumm und ohne unterschiedliche Lautstärken auf den Lautsprechern.
Daher mein Hinweis mit dem 100uf ( Cent-Artikel ) und dem Verdacht auf Kontaktproblem in Lautsprechersteckern.
Die ECC83 kann für den Brumm verantwortlich sein. Ohne ECC83 wirds schwierig, das auszuschliessen.

Was soll eine weitere Fehlersuche großartig bringen, wenn der Fehler evtl. einfach nur in den Röhren liegt ?
Ohne das schnell mal auszuschliessen wird das meist Kaffeesatz-lesen bleiben - zumal Daniel wirklich überfordert sein
dürfte, an dem Radio irgendwelche Spannungen korrekt zu messen und Schlüsse daraus zu ziehen.

Das aber z.B. ein UKW Tuner nicht mehr tut wegen verbrauchten EC92 ist gar nicht so selten !
(Klar, manchmal hilft es schon, die beiden EC92 dort gegeneinander zu tauschen... aber das ist auch nur "Flickwerk" )

Und dass das mag. Auge komplett ZU ist, kann auch durchaus "nur" an der EBF89 liegen.
Hatte ich zwar selten, aber kommt vor.

Ich neige dazu, ganz oder garnicht. Was bringt mir ein SABA Freudenstadt 125 wenn es nur halb funktioniert,
brummt oder schlecht empfängt.....

Grüße
Martin

[Aktualisiert am: Mi, 23 Dezember 2020 08:59]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15446 ist eine Antwort auf Beitrag #15444] Mi, 23 Dezember 2020 09:09 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Martin,

kann ich mir schon vorstellen, dass die Röhren verbraucht sind und das Gerät sich insgesamt schwer tut etwas zu empfangen. Bei den Röhren wäre es ideal jemand zu haben, der einem etwas leihen kann zum probieren oder ein anderes Gerät mit ähnlicher Bestückung, bei dem man mal eine Röhre probeweise rausnehmen kann zum testen des Saba. Bei der ECH81 könnte das klappen. EC92 und ECC83 sind aber schon seltener in den 50er Jahre Geräten. Auch die EBF89 ist nicht so verbreitet wie die EF89 und EABC80 Lösung.

Mein Gedanke war herauszufinden, bzw. abschätzen zu können, was dem Gerät noch fehlt um dann die weiteren Kosten besser überblicken zu können. Ich würde nicht mehr viel investieren in das Gerät. Ein voller Röhrensatz lohnt sich hier nicht. Echte Saba Fans werden bei dieser Aussage zwar hohen Blutdruck bekommen, es ist aber meine Meinung. Der Saba ist absolut nichts besonderes.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15447 ist eine Antwort auf Beitrag #15446] Mi, 23 Dezember 2020 09:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Villinger ist gerade offline  Villinger
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Wie gesagt: Ohne Röhren wirds schwierig zu differenzieren.
Die Idee mit dem Ausleihen finde ich gar nicht so schlecht, vielleicht findet Daniel einen Sammler oder Bastler in der Nähe.
Man sollte aber sinnvoller Weise neue Röhren zum Testen nehmen.

Und dann müssen an dem Radio Messungen vorgenommen werden. Man kann zwar auf Verdacht weitere Teile tauschen,
v.a. die Koppelkondensatoren an der ECC83 ( abgeschirmte 22nF Kondensatoren ).
Und auch andere EROs können und müssen noch raus.

Aber wenn die Versorgungsspannungen stimmen ,und die Röhren noch halbwegs tun was sie sollen, kommt meist
zumindest irgendwas aus dem Radio.

Aber um das zu beurteilen, müsste man z.B. die Spannungen +1 , +2 , +3 und +4 im Radio messen und mit den Sollwerten
vergleichen. Das wäre mal ein Anfang.

Übrigens: Ich BIN Saba - Sammler :- )

Und meine, ein Freudenstadt 125, perfekt restauriert, spielt wunderbar !
Einer davon steht hier an meinem Arbeitsplatz....

[Aktualisiert am: Mi, 23 Dezember 2020 09:17]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15448 ist eine Antwort auf Beitrag #15444] Mi, 23 Dezember 2020 09:41 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Moin,

ich werde wahrscheinlich erst nachher dazu kommen weiter zu testen. Eines kann ich jedoch schon sagen, Sender konnte ich auf jeden Fall finden, nur ohne Ton. Das war an den Ausschlägen vom magischen Auge deutlich zu sehen.
Mir wäre es schon wichtig das das Radio einwandfrei funktioniert, daher tendiere ich dazu die Röhren zu kaufen.
Die EBF89 hatte ich bereits getauscht.
Das das nicht wirtschaftlich ist kann ich verkraften, die Freude über ein funktionierendes Radio überwiegt :)
Nur eine Frage zu der ECC83 Röhre, im ATR Shop stehen drei Varianten zur Wahl
1.Der Ersatztype 6N2P/EB,
2.Eine geprüfte ECC83
3.Die ECC83s als Nachbau
Habt Ihr eine Empfehlung?

Gruß

Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15449 ist eine Antwort auf Beitrag #15448] Mi, 23 Dezember 2020 09:48 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Also , ich persönlich habe gute Erfahrungen mit dem Nachbau gemacht. Ist aber nur meine persönliche Meinung.
Es gibt Puristen, die nur Telefunken oder Valvo nehmen :-))

Daniel, bei UKW reagiert das magische Auge ( geht auf und zu ) wenn Du von 87MHz bis 100 Mhz Sender einstellst ?
Also deutlich meine ich, nicht nur 1 mmm oder so. Und das ohne Ton ?

Und bei TA hast Du Ton ?

??


Wenn Du Teile bestellst, solltest Du Dir aber sicher sein,
was Du möchtest. Halbe Sachen sind halbe Sachen....
Röhren alleine machen nur einen Teil der Aktion aus.
Die restlichen EROs und auch die abgeschirmten 22nF an der ECC83 sollten auch raus irgendwann...
Diese 22nF abgeschirmt gibt es auch bei ATR

Und dann könnte es sinnvoll und nötig werden, auch die Becher-Elkos zu tauschen,
vor Allem , wenn Radio immer noch brummt.

Und, wenn die Versorgungsspannungen deutlich zu niedrig wären, liegt es
meist am Gleichrichter....

So eine Restaurierung ist , wenn sie wirklich konsequent durchgezogen wird,
ein größeres Projekt. Und kostet auch was.
Und manchmal gibt es trotzdem Fehler, die dann immer noch nicht behoben sind,
wie Fehler in den Filtern oder im Tastenaggregat.

Und als krönenden Abschluß sollte ein Fachmann das Radio auch neu abgleichen.
Das kann aber wirklich nur ein Fachmann mit entsprechenden Kenntnissen und Meßmitteln.

Da hat Karl absolut recht : Man muss sich im Klaren sein,
was man möchte. Und auch Rückschläge in Kauf nehmen können....

In diesem Zusammenhang: Wenn Du Ton auf TA hast , aber trotz Ausschlägen
am mag. Auge keinen Ton bei UKW, dann schalte alle TASTEN des Radios mehrfach und
durchaus mit Druck durch. Manchmal hilfts....

[Aktualisiert am: Mi, 23 Dezember 2020 10:06]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15450 ist eine Antwort auf Beitrag #15449] Mi, 23 Dezember 2020 10:07 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo,

Ja das magische Auge geht deutlich auf und zu ohne Ton.
TA funktioniert mit Ton.
Danke für die Einschätzung :)

Ich werde die Tage mal gucken ob ich da ein paar Spannungen messen kann.

Gruß
Daniel
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15451 ist eine Antwort auf Beitrag #15448] Mi, 23 Dezember 2020 10:08 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hallo Daniel,

ich würde zu einer schönen Orginal Röhre aus der damaligen Zeit tendieren, vor allem wenn es um die Freude am Gerät geht. Geprüft mit recht guten Werten (besser als "gut"), muss sie mindestens sein, sonst kauft man die Katze im Sack. Die ECC83 ist sehr beliebt bei Röhrenverstärker Fans und wird oft übertrieben teuer angeboten. Klassische Marken wie Telefunken oder Valvo, Siemens wären erste Wahl. Bei ebay kann ich nichts entdecken, was ich gerade empfehlen könnte vom Preis- Leistungsverhältnis (Sofortkauf). https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_nkw=ecc83& _sacat=0&_sop=15&rt=nc&LH_BIN=1

Man muss sich etwas Zeit nehmen, bis etwas angeboten wird, wenn man bei ebay eine schöne und günstige ECC83 finden will.


Bei den neuen Röhren (neue Produktion) wäre JJ am günstigsten, die ECC83s. Das ist kein Problem. Kann man nehmen. https://www.ebay.de/itm/ECC-83-12-AX-7-Elektronenrohre-Doppe ltriode-100-V-0-5-mA-Polzahl-9-Sockel/362685878902?epid=1904 264421&hash=item5471c35276%3Ag%3AcV0AAOSwB0xdEJPk&LH _BIN=1

Grüße
Karl



Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15452 ist eine Antwort auf Beitrag #15451] Mi, 23 Dezember 2020 10:15 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Wenn das magische Auge auf die Abstimmung so gut reagiert, dass die Balken komplett zusammenkommen, dann funktioniert der Empfang bestens wurde ich sagen. Es bleibt noch ein Teil des Demodulators übrig in dem ein Fehler sein kann, wenn ansonsten der Verstärker funktioniert. Naturlich kann auch die Umschaltung/Tastenaggregat Probleme haben. Viel kann es nicht mehr sein.

Grüße
Karl
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15453 ist eine Antwort auf Beitrag #15452] Mi, 23 Dezember 2020 10:24 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Wenn das magische Auge geht, dann liegt Ratiospannung an. Und dann MUSS das Radio spielen.
An weiteren Fehler in Filter III glaube ich ( erst mal Smile ) nicht.
Entweder Kontaktproblem an den Schaltern U2 oder T6.

Oder total defekter Kondensator C43. Oder eines der Anschlußdrähtchen von diesem C43 berührt anderen Draht / Kontakt.

Siehe beigefügtes Foto. Bei Daniel wird da noch ein anderer Typ verbaut sein. Es ist jedenfalls C43 mit 0,01uF ( 10nF )

/Forum/index.php?t=getfile&id=9246&private=0

[Aktualisiert am: Fr, 25 Dezember 2020 16:31] vom Moderator

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15454 ist eine Antwort auf Beitrag #15452] Mi, 23 Dezember 2020 10:25 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Hier ein Angebot, für die billigste, geprüfte alte org. ECC83 zum Sofortkauf, die ich gerade finden kann: https://www.ebay.de/itm/Valvo-ECC83-45-O-Getter-12AX7-I60-D9 L-Rohre-Gepruft-100/383830155354?hash=item595e0f605a%3Ag%3A3 MgAAOSwvZ5fv%7EG%7E&LH_BIN=1

Ein Schnäppchen ist es nicht für 28E inkl. Versand. ECC83 Schnäppchen erkennt man daran, das sie sofort weg sind :-)
Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15455 ist eine Antwort auf Beitrag #15454] Mi, 23 Dezember 2020 10:27 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Keine gebrauchten ECC83 kaufen ! Die sind auf Röhrenprüfgeräten einwandfrei. Im Betrieb aber brummen die oft.

Nur, wenn man den Verkäufer persönlich kennt !

Die Nachbauten sind viel günstiger, neu und wirklich ok.....

[Aktualisiert am: Mi, 23 Dezember 2020 10:27]

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Aw: Freudenstadt 125 [Beitrag #15456 ist eine Antwort auf Beitrag #15455] Mi, 23 Dezember 2020 10:40 Zum vorherigen Beitrag gehenZum vorherigen Beitrag gehen
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Ja, gebrauchte Teile können problematisch sein. Was den Brumm betrifft, da wird man mit gewissen Nebengeräuschen leben müssen. Ich denke nicht das man das Gerät so perfekt hinbekommt. Ich habe es allerdings auch noch nie so genau versucht den Brumm zu bekämpfen. Ich kenne es nur nicht anders und nehme es deshalb als gegeben hin bei den Radios. Das gehört einfach zum Orginal Sound dieser Geräte für mich.

grüße
Karl
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