Das GFGF-Forum
Das Forum der GFGF für Freunde der Funkgeschichte

Startseite » Röhrenradios und andere alte Empfänger » Audiotechnik, Phono- und Bandgeräte » Prüfung von Kondensationsmikrofonkapseln (Wie kann ich messtechnisch die Funktion prüfen?)
Aw: Prüfung von Kondensationsmikrofonkapseln [Beitrag #6521 ist eine Antwort auf Beitrag #6517] Fr, 21 November 2014 00:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum vorherigen Beitrag gehen
Getter
Beiträge: 1836
Registriert: Juli 2012
Ort: In Hör-Reichweite der au...
Hallo Tonmann,

danke für die Zahlenwerte !
Solche Werte, die als Anhaltspunkt auch für andere Kapseln brauchbar sind, fehlten hier noch.

*Haben Sie auch Werte von einigen weiteren Kapseltypen ?
Gerne auch von anderen Fabrikaten.

*Gilt die Angabe der Kapazität bei angelegter Polarisationsspannung oder bei gleichspannungsfreier Messung ?
(Ich vermute, dass sich die Kapazität verändert durch die Polarisationsspannung, da sich die Membran durch die Pol.-Spannung etwas auf die Gegenelektrode zubewegt?)

*Haben Sie einen Erfahrungswert, welche Spannung an alle Kapseltypen mindestens angelegt werden darf, ohne dass diese dabei beschädigt werden ?

Das ganze Thema ist ein Expertenthema- es gibt nicht viele, die in diesem Bereich wirklich Bescheid wissen.
Und langjährige Betriebserfahrungen haben noch weit weniger Leute.

Mögen Sie uns hier etwas von Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen mitteilen ?
Das wäre sehr interessant - daher meine vielen Fragen.....


*Verstehe ich es richtig, dass erst ab etwa 4000h eine Kapazitätsabnahme beginnt ?
Ob eine Kapsel nun 500h oder 3500h Betrieb hinter sich hat, wäre somit über die Kapazität nicht zu beurteilen ?

Bei elektrostatischen Lautsprechern stellt man ebenfalls oft eine Kapazitätsabnahme fest. Sie funktionieren dann zwar noch, jedoch 'zu leise'. Ich dachte bislang, diese Abnahme tritt primär durch Alterung der Folie und Korrosion der aufgedampften Metallschicht durch Feuchtigkeit und korrosive Bestandteile der Luft auf und hat - jedenfalls bei den in Radios verwendeten Hochton-Typen - mit der Anzahl von Betriebsstunden wenig zu tun - aber das war natürlich nur reine Vermutung; was die Kapazitätsabnahme tatsächlich hervorgerufen hat, ist im Nachhinein kaum noch zu ermitteln.
Möglicherweise altern die Mikrofonkapseln ohnehin durch andere Faktoren und Umgebungseinflüsse und sind diesbezüglich mit elektrostatischen Hochton-LS aus Radios nicht zu vergleichen.

Andersherum gefragt :
*Ist für die Lagerung von Kondensatormikrofonkapseln eine bestimmte Luftfeuchte und Temperatur zu empfehlen ?
Wurde darauf im Studiobetrieb geachtet ?

*Und diese Kapazitätsabnahme tritt nur bei angelegter Polarisationsspannung auf, also nur im Betrieb und je höher der Schalldruck, desto stärker schreitet die Kapazitätsabnahme fort ?

*Daraus folgt eine längere Lebensdauer, wenn man entweder den Schalldruck, oder die Polarisationsspannung (oder beides) möglichst klein hält ?

Erstmal genug Fragen Wink
Wenn Sie einmal Zeit haben und Lust verspüren, würde uns jede weitere Info sehr freuen !

Grüße aus HH !
 
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Gelesene Nachricht
Vorheriges Thema: Mikrofone 1933
Nächstes Thema: Masse (Gewicht) von Tonbandgeräten
Gehe zum Forum:
  


aktuelle Zeit: Mo Jan 17 20:39:25 CET 2022